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Aufarbeitung und offene Briefe

Herr Hrdlicka, Freitag, 02. Juni 2017, 02:53 @ globe

Hallo, lieber Globe!

Für wen Dein Herz hier schlägt, ist angekommen. Deshalb wohl auch Deine vehemente Spontanreaktion in dieser absoluten Form:

- Der Typ ist verwirrt
- stimmt ungefähr nichts
- der zeitliche Ablauf komplett falsch wiedergegeben
- endet in Widersprüchen

q.e.d.?

Verstehe, gerade dieser Passus ist der neuralgische Punkt, an dem Aki angreifbar wird, seine Glaubwürdigkeit leiden könnte: Dass nicht sein kann, was nicht sein darf?

Deine Spontaneität in Ehren, und – chapeau! – Du weißt Dich nach Recherche auch zu korrigieren. Somit brauche ich Dir auch erst gar nicht mit einer Vertreterin aus dem linken Spektrum zu kommen: “Wenn es regnet, und die AfD sagt, es regnet, werde ich nicht behaupten, dass die Sonne scheint.“
(Sarah Wagenknecht in einem TAZ-Interview 2016)

Btw.: Logischerweise fand sich ja wohl auch weder in Pressekommentaren, noch in Foren jemand, der im Anschluss an den Anschlag auf die Insassen des BVB-Busses und das Handling durch das BVB-Management etwas von Akis CDU-Mitgliedschaft gefaselt hätte – um hämisch zu ergänzen: “In welcher Partei sind eigentlich Frau Merkel und Herr de Mazière?“ –

Merkste wohl wie ich: Wir gleiten in einen Whataboutism …

Weil ich den Sportartikel – ohne Ansehen der Person – gelesen habe, bist Du es nun, der mich dazu angeregt hat, auch andere Kommentare des Redaktionsmitglieds und Autors Ingo Berchter zu sichten. Ich darf es bei diesem Beispiel belassen:

- Wenn es weh tut, Borusse zu sein -

“Ich bin jetzt seit mehr als 40 Jahren Borusse. Ich kann mich nicht erinnern, an einem Sieg weniger Freude gehabt zu haben als an diesem – und das, wo er so sehr ersehnt war … Das Verhalten (zu) vieler Borussen vor, während und nach der Begegnung gegen Leipzig war schlicht grässlich. Ohne wenn und aber! (…) Damit erledigt sich auch die Frage, ob Aki Watzke ein geistiger Brandstifter ist und (Mit-)Verantwortung trägt für die Gewalttaten vom Samstag. Ist er nicht, trägt er nicht. Es ist sein Job, Dinge zu benennen, und Dinge zuzuspitzen – und kein einziges Zitat von ihm ist auch nur im Entferntesten geeignet zu belegen, dass er eine gewalttätige Stimmung angefacht hätte. (…)
Und so ist es auch medial attraktiv, mit Aki Watzke einen der ehrlichsten Arbeiter im Fußballgeschäft zu beschädigen, um Stories zu verkaufen.“
http://www.gibmich-diekirsche.de/nc/berichtsanzeige/?pid=41&uid=3245

Diese Statements bringen mich dazu, zu konstatieren: Ingo Berchter ist kein "Brutus“, kein “etwas verwirrter Typ“, sondern ein “ehrenwerter Borusse“ und fair argumentierender, analytisch sauber arbeitender Journalist.

Somit bleibe ich dabei: Der Artikel ist in seiner Gänze “lesenswert“! Und zu dem von Dir monierten Passus: Nach wie vor empfinde ich bewusste Zeitanalyse und deren Implikationen als plausibel und geeignet, zu einer sachlichen Aufarbeitung beizutragen.

Vielleicht bringt ja die gestern erschienene Print-Ausgabe Nr. 23 der ZEIT im Artikel - “Dortmund nach der Trennung von Trainer Thomas Tuchel: Die Chronologie eines beispiellosen Zerwürfnisses“ . Aufschlüsse, die uns allen weiterhelfen (habbich noch nicht). I.w.S.d.W.: “Time will (probably) tell!“ -

Wäre übrigens das Titelthema “Das wahre Erbe von 68“
nicht auch was für Dich? ;-) ;-)

SgG Herr Hrdlicka

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