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Aufarbeitung und offene Briefe

globe, Freitag, 02. Juni 2017, 09:25 @ Herr Hrdlicka

Der Anschlag

Der heikelste Punkt. Aber, wenn man heikle Punkte in einer Beziehung nicht ansprechen kann, dann kann man es auch gleich lassen: Der Anschlag fand ca. gegen 19.15 Uhr statt. Die Spielabsage und Spielverlegung wurde ca. gegen 20.30 Uhr bekanntgegeben. Nun rechnet man mal vom Anschlag ca. 10-15 Minuten hinzu, bis Du informiert warst und der Krisenstab zusammengetreten ist. Und vor der Bekanntgabe dürften es wohl 5-10 Minuten eher gewesen sein, dass die Entscheidung im Krisenstab gefallen ist. D.h., dass man mit gutem Grund annehmen darf, dass die Zeit für die Beratungen im Krisenstab inclusive Deiner Beratungen mit Tuchel (so die denn wie kolportiert stattgefunden haben) maximal 50-60 Minuten stattgefunden haben. 50-60 Minuten(!), in dem die Mannschaft und der Trainerstab um den zerstörten Bus verteilt war, in der Polizei, Rettungswagen und Feuerwehr anrückten, Marc Bartra abtransportiert wurde erst am späten Abend, während der Pressekonferenz ist Bartras Verletzung von leicht auf schwer korrigiert worden. – 50-60 Minuten, in denen heilloses Chaos herrschte. Genau auch für den vermeintlichen Krisenstab. (Man darf sich dazu gerne die Schilderungen von Bartra und insbesondere von Kagawa durchlesen.) Und in denen zudem noch Watzke mit Merkel telefonierte. Das Telefonat fand am nächsten Morgen statt.

Um der Wahrheit die Ehre zu geben: Als die Verlegungsentscheidung getroffen war, ahnten die wenigsten, dass es hier nicht um eine Böllerattacke ging, Hört hört sondern um einen ernsthaften Anschlag auf Leben und Gesundheit ALLER Businsassen. Das darf man unter anderem daraus lesen, dass die UEFA vorschlug, das Spiel noch am gleichen Abend stattfinden zu lassen. Und da reklamierst Du für Dich, dass Tuchel am Abend des Anschlages keine Einwände vorgebracht habe??? Es gab auch am nächsten Tag Gespräche. Und dass Du Tuchel über den Stand der Dinge im Krisenstab benachrichtigt hast?

Es ist ja nicht unehrenhaft, dass Du unter staatstragendem Druck (man vermutete ja zunächst einen terroristischen Anschlag) Was denn nun? Spekulationen um einen terroristischen Anschlag und das Telefonat mit unserem Innenminister gab es erst am nächsten Tag.und unter dem Druck der UEFA Ja zu der Terminverlegung auf den nächsten Tag gesagt hat. Aber es so darzustellen, als sei Tuchel über alles informiert und an den Entscheidungen beteiligt gewesen sei, und den Eindruck zu erwecken, er distanziere sich nun davon – das wird m. E. von den Fakten so nicht getragen. Sehe ich nicht so, es gab nachweislich ein Treffen am nächsten Tag. Inwiefern sich die Mannschaft und Tuchel unter Druck gesetzt fühlten (es gibt keinen Ersatztermin, spielen oder kampflos aus dem Wettbewerb ausscheiden) kann und will ich nicht beurteilen. Es war definitiv für alle eine sehr schwere Situation. Grade in solchen Situationen, sollte die sportliche Führung Geschlossenheit zeigen und nicht Politik betreiben (Watzke eingeschlossen, wir verteidigen unsere Werte, bla bla bla.)

Hatte nur kurz Zeit.
Grundsätzlich finde ich übrigens, das Spiel hätte nie stattfinden dürfen.

In diesem Sinne, "Borussia verbindet Generationen, Männer und Frauen, alle Nationen."

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